Sony und der Curse vom Internetz

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass die Verwerter in diesem Jahr auch nur einen Schritt vorangekommen wären. 2009 riecht nach gewohnter Ignoranz, plus Hyperlinks.
Als Zeitungsverlage vor einiger Zeit dem Internet den Krieg erklärten, indem sie Blogs und Hyperlinks zum Feindbild erhoben und damit eindrucksvoll ihr mangelndes Verständnis des Internet zur Schau stellten, wurde es etwas ruhig um die Musikindustrie. StyleSpion lenkte freundlicherweise meinen Blick zurück auf das Wesentliche.
Mehrere Blogs hatten sich herausgenommen eine Musikempfehlung auszusprechen und entsprechend zu verlinken. Direkt auf das MP3 eines Mixtapes, das als Promotion fürs beliebte Splash Festival kostenlos angeboten wird. Für SONY ist so ein Direkt-Link scheinbar ein Tabubruch. Weswegen deren Anwälte fließig Abmahnungen verschickten, um dabei vornehmlich die mühsam aufgebaute Reputation ihrer Künstler zu zertrampeln. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Verlinken auch nur im Ansatz gesetzwidrig sein könnte.
Curse hatte jedenfalls wenig Verständnis für die Blogosphäre, die ihm — als einem der auf dem Mixtape vertretenen Künstler — dafür mitverantwortlich machte. “Und ein großes FICKT EUCH an alle, die mir oder den anderen Künstlern was anhängen wollen.” schrieb er via Twitter. “Ihr habt NICHTS verstanden.”
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10/09 04:32 EvoluSiN
Nicer Artikel, warum nur wird er der Welt vorenthalten? Bring it on Bro, bring it on!
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01/27 09:17 Philipp
Wo ist hier Google Friend Connect?